Britisches Pfund verliert an Boden
Es gab so einige Wetten gegen das Pfund in den vergangenen Wochen, nun aber scheint der Zug nach unten wirklich angefahren zu sein. Gegenüber fast allen Währungen verliert die Währung Großbritanniens – und schockt damit alle jene, die nur den Euro auf der Schattenseite wähnten.
Die aktuell veröffentlichten Zahlen vom britischen Immobilienmarkt haben der Währung nicht gut getan. Inzwischen liegt das Britische Pfund unter 1,50 US Dollar. Fatal für die Briten, die sich unlängst noch über den Euro lustig machten – und sich selbst in Sicherheit glaubten, weil sie sich der Währungsunion verschlossen hatten und bei ihrer eigenen Währung geblieben waren.
Die Zahlen des Immobilienmarktes sind weitaus schlechter, als Experten gedacht hatten. Die Anzahl der steigenden Preise lag nur um 17 Prozent höher als die Anzahl der fallenden Preise. Experten hatten zuvor mit 30 Prozent gerechnet.
Zudem wächst das Staatsdefizit in Großbritannien wieder, und das um eine Milliarde Pfund mehr als gedacht. Für das kleine Land ist es ein großer Unterschied, ob das Defizit acht Milliarden Pfund beträgt, wie nun bekannt geworden, oder „nur“ sieben Milliarden Pfund. Zudem brechen die Exporte ein, was zugleich den Rückgang an Einnahmen bedeutet.
Großbritannien steckt also weiter in der Krise, wohl stärker als zuvor. Während die ganze Welt auf Griechenland und den Euro blickt, scheint es dem Britischen Pfund langsam richtig an den Kragen zu gehen. Die Finanzwelt wartet weiter auf Sparziele. Diese kommen, anders als in Griechenland, jedoch nicht. Das Pfund könnte demnach weiter fallen.

Schildern Sie anderen Lesern Ihre Erfahrungen zu diesem Thema oder Broker