Der Euro und die Uneinigkeit der Experten
Die einen meinen, der Euro sei überbewertet und würde nun langsam in die Niederungen des Wertes gelangen, die der Einheitswährung angemessen seien. Andere hingegen glauben, der Euro hat, trotz Griechenland-Krise, noch einen guten Weg vor sich. Und sich auch wieder stabilisieren wird im Laufe der Zeit, auch wenn dies einige Pessimisten verneinen.
Inzwischen ist sogar von einem Europäischen Währungsfonds die Rede, “Die Kommission ist bereit, solch ein europäisches Instrument vorzuschlagen, dass die Unterstützung der Mitglieder der Eurozone erhält.”, sagte Währungskommissar Olli Rehn in einem Interview mit der „Financial Times Deutschland“. Die Währungsunion ist nun nach der Richtung für die Zukunft gefragt, um mögliche zukünftige Probleme abwenden zu können. Und muss jetzt schnell handeln, bevor die Zeit verstreicht, der Euro in die Knie geht, trotz einer schwachen US-Währung und trotz eines schwächelnden Pfund Sterling.
Dennoch soll ein solcher Fonds an sehr strenge Richtlinien gekoppelt werden. So möchte man wohl vermeiden, dass Länder sich zu Unrecht an dem Währungsfonds betreiben und / oder mit den Geldern nicht das eigene Land stärken, sondern die Hilfen in dunklen Kanälen verschwindet. Gerade in einem Land wie Griechenland, in dem Korruption zum Alltag der Bürger und der Behörden gehört und Bestechungsgelder ohne mit der Wimper zu zucken gezahlt werden, könnte die Gefahr hierfür besonders groß sein.
Unklar ist bis jetzt jedoch, ob der Internationale Währungsfonds für Griechenland und die anderen, von einer Pleite bedrohten Staaten in die Bresche springen wird mit einem Notkredit. Bislang musste der IWF nicht eingreifen, wenn es um Probleme eines Landes in der Währungsunion der Euro-Zone ging, da die Gemeinschaft an sich stark genug ist.
Ob und wie jetzt doch eine Hilfe kommen muss, bleibt abzuwarten. Die Probleme in Großbritannien dürften jedoch nicht weniger werden. Vor allem auch nicht angesichts der Tatsache, dass Islands Bürger in einer Volksabstimmung die Zahlung von Entschädigungen in Milliardenhöhe an die Niederlande und an Großbritannien verweigert haben. All dies wird dem Pfund nicht gut tun, und auch die USA werden möglicherweise in Zukunft weniger Freude haben an ihrer Währung, wenn die Tendenz für den Euro wieder steigend sein wird – wie einige Experten es derzeit voraussagen.

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