Forex News »

Dollar wird wieder zur Leitwährung Nummer 1

[ 8 Jul 2013 ]

In den letzten Jahren schwächelte der Dollar mitunter durchaus sehr und nur die Schuldenkrise in Europa hielt möglicherweise den Euro davon ab, mit dem USD gleich zu ziehen und sich neben der US-Währung auf den Thron der Leitwährung zu setzen. Doch von einer konkurrierenden Währung kann derzeit kaum mehr eine Rede sein. Es ist eine Wende im Gange, die den Dollar möglicherweise noch stärker machen könnte als früher.

Auf der einen Seite hat eine Ankündigung der US-Notenbank vor einiger Zeit dafür gesorgt, dass die Aktienkurse in der ganzen Welt taumelten und ins Minus geschickt wurden. Doch die Erwartung, dass die Federal Reserve den Ankauf von US-Staatsanleihen bald deutlich einschränken dürfte, hat auch einen sehr positiven Effekt: sie befeuert die eigene Währung, den US Dollar.

Da sich zudem zwei weitere Anwärter, neben dem Euro, nahezu von selbst aus dem Feld geworfen haben durch die Konjunkturprobleme im jeweiligen Lande, werden auch der Japanische Yen wie auch der Chinesische Yuan vorerst wohl keine Chancen haben, zum Dollar aufzuschließen. Damit ist der wieder zur Leitwährung Nummer 1 geworden und dies derzeit unangefochten. Erst wenn sich Japans Wirtschaft wieder erholen und China sich wieder in einem neuen Aufschwung befinden sollte, könnte es brenzlig werden für den Dollar in Sachen Alleinherrschaft.

Der Euro indes wird wohl für viele Jahre aus dem „Spiel“ sein, wenn es um eine Leitwährung neben dem Dollar geht. Dazu sind die Probleme in zahlreichen Ländern der Euro-Zone noch viel zu groß, und die Lage könnte sich noch verschlimmern, wenn die Lage auch in Frankreich und Italien immer schlimmer werden würde. Die Gemeinschaftswährung spielt damit eher eine untergeordnete Rolle, wird jedoch von Spekulanten und Anlegern immer gerne auch im Portfolio gehalten, gerade wenn es um das Wetten gegen andere, momentan noch schwächere Währungen geht. Sollte der Euro das Tal irgendwann durchschritten haben und zu neuer alter Stärke zurückkehren, könnte sich die Lage jedoch ändern. Doch davon wird wohl über viele Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte keine Rede sein können.

Alles sollte man jedoch eher nicht auf den US Dollar als Gewinner setzen. Immer wieder gibt es sie doch, die überraschenden Tage, an denen sich auf dem Foreign Exchange Market (= Forex), dem Devisenhandel, der Wind dreht und plötzlich Währungen gewinnen – oder aber verlieren –, von denen es vielleicht erst nicht gedacht wurde.