Euro schwach, aber der IWF ist auf dem Weg nach Griechenland
Nach einem leichten Aufwärtstrend ist die Gemeinschaftswährung wieder unter 1,35 US Dollar gerutscht –und verliert auch gegenüber dem Yen. Die Aschewolke, die aus Island über Europa zieht, beschert auch der Währung der Euro Zone keine guten Tage. Neben den Aktienwerten rutscht deshalb auch der Euro ins Minus. Doch es ist Erholung in Sicht!
Während niemand weiß, wann die Aschewolke vorübergezogen ist und wie viel vor allem die Fluggesellschaften und Reiseveranstalter dadurch verlieren, zieht wieder Hoffnung auf an Europas (Finanz-) Himmel: Der IWF ist auf dem Weg nach Griechenland.
Dennoch bleibt die Aschewolke eine nicht kalkulierbare Größe. Der Luftfahrtanalyst des Bankhauses Metzler, Jürgen Pieper, sagte in einem Interview mit dem Fernsehsender n-tv: “Existenzgefährend wäre sie – rein rechnerisch -, wenn es deutlich länger als einen Monat dauert. Dann wären zumindest einmal kleinere Gesellschaften schon mal sehr stark betroffen. Dazu muss man dann langsam anfangen auch eine Air Berlin zu zählen, wenn der Schaden dann beginnt, sich zu mehreren Hundert Millionen aufzurechnen. Bei Lufthansa wird das sicherlich länger dauern. Man kann ja auch nicht eine ganze Industrie einfach sozusagen in Sack und Asche verschwinden lassen. Es würde da sicherlich Möglichkeiten geben – auch sicherlich dann irgendwann staatliche Hilfe oder ähnliches geben -, aber die Situation wird relativ schnell doch ziemlich bedrohlich.“ Denn: Der Schaden ist sehr groß, dies bestätigt auch Pieper, dennoch geht er davon aus, dass die Zahlen, welche die Deutsche Lufthansa bspw. nennt, „vielleicht ein Tick übertrieben sind“. Und: „Ich habe den Eindruck, dass sie jetzt praktisch ihre gesamten fixen Kosten pro Tag als Schaden angeben.“ (Quelle Interviewauszüge: n-tv)
Vielleicht wird die Delegation des Internationalen Währungsfonds durch die Ascheprobleme mit Verspätung in Griechenland eintreffen. Aber ein Treffen mit der Regierung ist in Athen geplant. Sollte dann endlich DIE Lösung gefunden werden für die finanzielle Situation des Landes, bedeutet dies aller Voraussicht nach zugleich: Der Euro wird wieder an Boden – und damit auch an Wert gewinnen.

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