Börsenplätze

[ 19 Okt 2009 ]

Grundsätzlich ist der Devisenhandel (auch Forex und Foreign Exchange market) an keinen festen Börsenplatz gebunden. Vielmehr wird der Devisenhandel durch ein weltweites Netz von Interbankenbeziehungen konstituiert. Gegründet wurde der Devisenmarkt im Jahr 1971, und zwar aufgrund der Abschaffung von festen Wechselkursen.

Der Devisenmarkt ist heute der größte Finanzmarkt, den es weltweit gibt. 2007 lag der Tagesumsatz durchschnittlich bei ca. 4 Billionen US-Dollar. Aber auch mit zurzeit mehr als 1 Billion US-Dollar täglich ist der Forex Trade für viele noch profitabel.

Auf dem Devisenmarkt werden Währungen gekauft und verkauft. Die Tauschverhältnisse untereinander bewirken dann, dass man jede Währung mit dem Wert einer anderen Währung ausdrücken kann. Lange Zeit war der Forex Trade nur den Großbanken vorbehalten. Seit einigen Jahren können jedoch auch private Anleger von den Kursschwankungen, die sich täglich am internationalen Devisenmarkt ergeben, profitieren.

Dadurch, dass der Devisenhandel nicht an einen zentralen Handelsplatz gebunden ist, erhöht sich durch diese Ortsunabhängigkeit die Verfügbarkeit für die Anleger. Aus diesem Grund kann der Forex Trade auch zu jedem Zeitpunkt – 24 Stunden am Tag – betrieben werden. Es ist nämlich ständig eine andere Devisenbörse rund um den Globus geöffnet. Erreichbar sind dabei je nach Tageszeit die Handelspartner für den Anleger entweder via Telefon, aber auch jeden Fall immer via Internet. Auf diese Weise ist es möglich rund um die Uhr auf sich ergebene Schwankungen bei den Währungen zu reagieren und gleich zu handeln. Sowohl wirtschaftliche, als auch soziale oder politische Ereignisse können sich nämlich von Stunde zu Stunde, bzw. von Minute zu Minute ändern. Wenn man dabei gleich bei deren Auftreten reagiert, entgeht man unter Umständen der Gefahr, dass man einen großen finanziellen Verlust erleidet.

Die großen Handelszentren für Forex Trade heißen Sydney, London, Frankfurt, Tokyo und New York. Weitere zentrale Börsenplätze sind Hong Kong, Singapur und Paris. Grundsätzlich geht der Devisenhandel durchgehend von Montagmorgen in Sydney gefolgt von den Öffnungszeiten an den anderen Börsenplätzen bis zum Abschluss der Wirtschaftswoche am Freitagnachmittag nach New Yorker Zeit. Die geografischen Grenzen im Bezug auf die Öffnungszeiten werden dabei insbesondere durch das Internet aufgehoben. Devisen können so rund um die Uhr – 24 Stunden am Tag, von Montag bis Freitags.

Die Börsianer am Handelsplatz Sydney haben eine Arbeitszeit von – auf die mitteleuropäische Zeit übertragen – 00.00 Uhr bis 06.00 Uhr. Durch die Zeitverschiebung öffnet und schließt Tokios Börse eine Stunde später und hat daher Öffnungszeiten von – auf die mitteleuropäische Zeit übertragen – 01.00 Uhr bis 07.00 Uhr. In Hong Kong beginnt der Handel um 03.00 Uhr und endet um 09.00 Uhr. Das heißt bis wir in Deutschland aufgestanden und angezogen sind und gefrühstückt haben und an unserem Arbeitsplatz sind, ist der Devisenhandel in Sydney und Tokio, wie auch in Hong Kong schon vorbei. Bedingt durch die Zeitverschiebung hat die Börse in Singapur bis 10.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit geöffnet. Arbeitsbeginn ist hier um 02.00 Uhr. London beginnt mit dem Devisenhandel dann um 09.00 Uhr und schließt seine Tore um 17.30 Uhr. Zwei Stunden länger arbeitet man hingegen an der Börse in Frankfurt, beginnt den Arbeitstag aber auch um 9.00 Uhr. Die Pariser Börse öffnet ebenfalls um 09.00 Uhr und endet um 17.05 Uhr. Während andere Börsen schon lange geschlossen haben, ist der Börsentag in New York hingegen noch jung. Diese öffnen erst – nachdem (auf die mitteleuropäische Zeit übertragen) der Börsentag anderswo auf der Welt zu Ende geht – um 15.30 Uhr ihre Pforten und schließen dann am späten Abend.

Besonders heiß her auf dem Börsenparkett geht es natürlich zu den Zeiten, in denen sich die Handelszeiten der Börsenplätze überschneiden, insbesondere wenn ein Handelsplatz gerade am schließen ist und der andere erst seit kurzer Zeit offen hat. Zu derartigen Überlappungen kommt es insbesondere an den Börsenplätzen in den USA und in Europa in der Zeit von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr (auf die mitteleuropäische Zeit übertragen), wobei dies für die Trader die Zeit der größten Aktivitäten ist. Aber schon früher am Morgen nach mitteleuropäischer Zeit kommt es bereits zur Überlappung des europäischen Börsenparketts mit dem asiatischen, und zwar in der Zeit von 8.00 Uhr bis 10.00 Uhr. Hier ist anzumerken, dass die Märkte in Asien insbesondere aber mit dem beginnenden Morgen in Europa (also dem beginnenden Börsenschluss auf den asiatischen Märkten) letztlich dann recht träge sind, ist diese Überlappungsphase weniger bedeutsam.

Weitere Informationen zum Thema Forex bekommen Sie im Bereich “Forex-Informationen” unseres Portals. Darüber hinaus haben wir einen ausführlichen Forex-Broker-Vergleich für Sie ausbearbeitet und stellen Ihnen eine Vielzahl an Forex-Brokern im Detail vor.