Handelszeiten

[ 20 Okt 2009 ]

Der Devisenhandel ist 24 Stunden am Tag möglich. Dennoch kann man am Morgen gleich nach dem Aufstehen nicht einfach so verkaufen oder kaufen, ohne noch einmal auf den derzeit aktuellen Stand zu sehen, denn hat man den Stand vom vorherigen Abend noch im Kopf, ist das noch lange kein Garant dafür, dass der Stand von einzelnen Währungspaaren noch der gleiche ist, wie am Abend.

Grund hierfür sind die unterschiedlichen Handelszeiten der weltweiten Börsen, an denen Forex Handel betrieben wird. Die einzelnen Währungspaare haben dadurch bedingt zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich hohe Stände. Wann dabei ihr Höchststand an einem Handelstag erreicht ist, erfährt der Anleger erst meist am nächsten Tag, denn kein – zumindest privater – Anleger wird den Markt 24 Stunden am Tag beobachten.

Bei Unternehmen, die sich auf den Devisenhandel spezialisiert haben, hingegen sieht es wieder anders aus. Hier gibt es meistens mehrere Mitarbeiter, die in mehreren Schichten den Markt stets im Auge haben.

Es gibt dabei bedingt durch die Handelszeiten an den weltweiten Börsen bestimmte Zeiträume, innerhalb derer die Aktivität besonders hoch ist. Dies ist in der Regel immer dann der Fall, wenn eine der Börsen gerade ihre Pforten geöffnet hat und der Handel an den anderen Märkten schon einige Zeit voll im Gange ist, oder sich aber in der Phase befindet, wo der Handelsplatz bald seine Pforten für diesen Handelstag schließt.

Viele Höhenflüge von Devisenkursen ereignen sich eben zu diesen Zeiten. Insbesondere in den Überlappungsphasen sind besonders viele Aktivitäten zu verzeichnen, während außerhalb dieser Zeiten die Volatilität der Währungspaare deutlich niedriger ist. Für jeden Trader ist es daher wichtig diese Phasen zu kennen, damit entsprechend gehandelt werden kann, wenn sich auf dem Markt Veränderungen ergeben.

Betrachtet man die Handelszeiten über den Tag verteilt, so kommen zunächst die asiatischen Märkte zum Zuge. Die Plattformen in Tokio, Honkong und Singapur eröffnen den Trading Tag. Gehandelt werden dabei an diesen Märkten besonders die Währungspaare USD / JPY und GBP / JPY. Weniger gehandelt werden hingegen europäischen Währungspaare, wie EUR / GBP oder EUR / CHF.

Die erste Überlappung – nämlich die zwischen dem asiatischen und dem europäischen Markt – ereignet sich in der Zeit von 08.00 Uhr bis 10.00 Uhr, wobei London ab dem Zeitpunkt der Öffnung des Marktes die Führungsrolle übernimmt. Insbesondere auch, weil die Märkte in Asien zum Ende eines Handelstages oftmals recht träge sind. Dies bedeutet damit auch, dass die Volatilität weniger hoch ist zu diesem Zeitpunkt.

London ist der größte europäische Handelsplatz für Devisen. In London werden über 30 Prozent aller Forex Trades abgewickelt. Hier ist jede größere Handelsbank mit Händlern vertreten.

Zu den Handelszeiten in London ist aus diesem Grund die Volatilität der Währungspaare auch am größten. Dies bedeutet letztlich auch, dass während der Londoner Handelszeiten auch die meisten Währungspaare den Höhepunkt ihrer Volatilität erreichen.

Für die US-Händler heißt dies eben früh aufstehen. Deren regulärer Handelstag beginnt nämlich erst nach 13.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Aber auch über New York werden rund 20 Prozent der Aktivitäten auf dem Devisenmarkt abgewickelt. Die Überlappung mit den europäischen Märkten findet dabei in der Zeit von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr statt. Auch in dieser Zeit ist die Volatilität der Währungspaare nochmals verstärkt.

Hier handeln vor allem Trader, deren Strategie auf einer hohen Volatilität beruht. Wichtig ist insbesondere aber diese Handelszeit, weil in diese auch die Veröffentlichung von wichtigen US-Wirtschaftsdaten fällt. Des Weiteren werden innerhalb dieser Handelszeit auch US- Zentralbankentscheidungen bekannt gegeben.

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