Indikatoren

[ 1 Nov 2009 ]

Trade NowWie bereits erwähnt, geht es bei den Forex-Indikatoren nicht um Nachrichten aus der Politik oder der Wirtschaft (diese finden Sie zum Beispiel in unserem Wirtschaftskalender), sondern um mathematische Berechnungsmethoden und Formeln, mit denen nach Möglichkeit ein Trend erkannt und damit eine zukünftige Entwicklung für einen Währungskurs vorausgesagt werden soll.

Inzwischen existieren zahlreiche dieser Indikatoren. Die wichtigsten möchten wir Ihnen hier vorstellen.

Standardabweichung

Einige werden sich nun mit Grauen an den Mathematikunterricht in der Schule erinnern. Auch hier war die Standardabweichung schon ein Thema, mit dem sich viele nicht gerne beschäftigt haben. Im Währungshandel jedoch bietet sie einen wichtigen Anhaltspunkt, um den Kursverlauf einer Währung zu beurteilen.

Wie der Name bereits andeutet, definiert die Standardabweichung, inwieweit ein Wert von einem vordefinierten Standard beziehungsweise Durchschnitt abweicht. Es kann also gemessen werden, wie sich eine Währung durchschnittlich entwickelt und wie ein Endpreis zu einem bestimmten Zeitpunkt ausfällt. Die Differenz zwischen diesem Endpreis und der durchschnittlichen Entwicklung bildet die Standardabweichung.

MACD-Indikator

Beim MACD-Indikator handelt es sich um einen sehr einfachen Indikator, welcher aber trotzdem gute Ergebnisse erzielen kann. Die Abkürzung MACD steht dabei für “Moving Average Concergence / Divergence”.

Dieser Indikator besteht grundsätzlich nur aus zwei Linien. Die erste Linie verkörpert den MACD selbst, die zweite bildet den Durchschnittswert des Indikators ab.

Der MACD ist insbesondere dafür geeignet, bei Währungen mit besonders großen Schwankungen eingesetzt zu werden. Hier kann er konkrete Kaufsignale liefern, zum Beispiel dann, wenn sich beide Linien in einem bestimmten Punkt kreuzen. Auch gegenteilige Signale sind möglich, wenn beispielsweise die Kurven sehr weit auseinander driften.

RSI-Indikator

Das Kürzel RSI steht für “Relative Strength Index”. Dieser Index wurde bereits vor über 30 Jahren entwickelt und ist dafür konzipiert worden, die relativen Änderungen zwischen dem Tiefstand und dem höchsten Stand eines Währungsverlaufs deutlich zu machen.

Eine Besonderheit des RSI-Indikators ist, dass sich dieser auf mehrere Arten interpretieren lässt. Einerseits betrachten Experten einen RSI-Wert von weniger als 20 als ein klares Kaufsignal, andererseits deutet ein Wert von über 80 darauf hin, zu verkaufen.

Eine weitere Interpretationsmöglichkeit bildet die 50er-Linie. Sofern der Währungsverlauf von unten kommend diese Linie durchkreuzt, ist dies ein klares Kaufsignal. Nimmt er dagegen den umgekehrten Verlauf und fällt von oben über diese Linie, kann dies als Signal zum Verkauf interpretiert werden.

Allerdings ist das Handeln nach dieser Interpretationsmethode sehr risikoreich, da der Indikator erst dann aussagekräftig wird, wenn bereits Extremsituationen erreicht sind. Für ein Handeln ist es dann oft schon zu spät, da sich der Kursverlauf an diesem Punkt meist sehr schnell ändert.

ROC-Indikator

ROC bedeutet “Rate of Change”. Diese Bezeichnung sagt bereits viel über die Eigenschaften des Indikators aus. Er ist dafür konzipiert, den Kurs des Preisunterschiedes zu messen und kann daher sowohl als Indikator zum Aufspüren von Trends, als auch als Oszillator genutzt werden.

In diesem Fall dient er zur Ermittlung der Oversold / Overbrought Regionen. Die Formel zur Berechnung dieses Indikators ist recht einfach, sie lautet: ROC = CP / CPn * 100.

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