Margin-Berechnung

[ 20 Okt 2009 ]

Währungen werden immer in Währungspaaren gehandelt. Man tauscht dabei immer eine Währung gegen eine andere. Es ist dabei also nie möglich, nur US-Dollar oder Euro zu kaufen oder zu verkaufen.

Die Handelsgrößen werden dabei mittels Quoten zueinander in Bezug gesetzt.

Bei den meisten Währungspaaren erfolgt dabei die Quotierung bis zur 4. Stelle hinter dem Komma, dem so genannten “Pip”.

Für den Fall, dass es sich um einen Handel zwischen Banken und größeren Unternehmen handelt, so werden die Kurse inzwischen auch bis zur 5. oder 6. Kommastelle quotiert.

Der Grund hierfür liegt in der Einführung des Euros und dem damit entstandenen zunehmenden Konkurrenzdruck der Handelspartner.

Margin als Sicherheitsleistung

Wie auch bei allen anderen Börsenprodukten, so bestimmen letztlich auch bei den Devisen das Angebot und die Nachfrage den Kurs der Währung. Handelsgrößen müssen dabei auch abgesichert werden. Und zwar durch die so genannte Margin, eine Hinterlegungssumme, bzw. Sicherheitsleistung. Die Margin soll die Glattstellungskosten bis zum nächsten Börsentag absichern.

Das heißt es handelt sich um eine im Voraus zu erbringende Sicherheitsleistung, und zwar aus dem Grund, dass eine entstehende Verpflichtung auch erfüllt werden kann. Die Margin dient dabei insbesondere der Abdeckung von Verlustrisiken. Gefordert wird eine Margin vom jeweiligen Clearinghaus, bzw. auch durch den jeweiligen Broker. Zu leisten in diese vom Trader.

Margin-Berechnung

Eine Margin-Berechnung kann man grundsätzlich auf zwei Arten durchführen. Für eine zweckmäßige Berechnung eines Margin stehen dafür zwei richtungsweisende Systeme zur Verfügung. Eine Marginberechnung sollte dabei immer zweckmäßig sein, wobei man zum einen das Premium-Margin-System verwenden kann, oder aber das Risk-Based-Margin-System. Berechnet wird dabei sowohl die Einschuss-Margin (auch Initial Margin genannt) und Nachschuss-Margin (auch Maintenance Margin genannt).

Die Einschuss-Margin wird dabei mit dem Eingehen eines Trades fällig. Die Nachschuss-Margin kann durch den so genannten Margin Call letztlich abgerufen werden. Hierbei handelt es sich um eine Sicherheit, die in Kraft tritt, wenn durch die vorhandene Sicherheit die negative Entwicklung eines Trades nicht aufgefangen werden kann. Diese „Sicherheitseinrichtung“ ist insbesondere auf dem dezentralen und weitgehend gesetzlich unregulierten Markt beim Forex-Handel sehr wichtig.

Margin Konten gibt es mit unterschiedlich hohen Hebeln. Bei einem Hebel von 1:1 liegt die Margin bei 100 Prozent. Der Margin pro Lot beträgt somit 100.000 USD, der Margin pro mini Lot 10.000 USD. Bei einem Hebel von 10:1 beträgt der Margin 10 Prozent. Bei einem Margin pro Lot von 10.000 USD sind es 1.000 USD Margin pro mini Lot. Bei einem Hebel von 100:1 beträgt der Margin 1 Prozent, der Margin pro Lot 1.000 USD, der Margin pro mini Lot 100 USD. Es gibt dabei auch sehr hohe Margins von bis zu 400:1. Insbesondere dies macht den Forex Handel auch für private Anleger interessant, denn ein Margin von 400:1 bedeutet, dass man mit nur einem US-Dollar bis zu 400 US-Dollar kaufen kann.

Welche Forex-Broker mit welchem Margin arbeiten, zeigt Ihnen unser ausführlicher Brokervergleich:

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