Relative Kaufkraft

[ 20 Apr 2010 ]

Banner 6Die relative Kaufkraft ist im Devisenhandel eine der wichtigsten Fundamentaldaten, Mit ihr lassen sich laut einer Studie des Internationalen Währungsfonds IWF wesentlich bessere Ergebnisse erzielen als etwa mit den so beliebten Carry-Trades, also dem Ausnutzen von Zinsunterschieden zwischen Währungen.

Die relative Kaufkraft gibt als Indikator dabei an, wie hoch die Kaufkraft einer Währung im Verhältnis zu der einer anderen Währung ist. Dabei wird auf die Kaufkraftparitätentheorie Bezug genommen, nach welcher sich Wechselkurse langfristig immer so anpassen, dass vorhandene Preisunterschiede handelbarer Güter zwischen Ländern mit verschiedenen Währungen ausgeglichen werden.

Gegenüber der relativen Kaufkraft als Indikator haben Carry-Trades den entscheidenden Nachteil, dass sich Devisenkurse besonders in turbulenten Zeiten wie denen der Finanzkrise so abrupt ändern können, dass Carry-Trader ihre Positionen nicht rechtzeitig umschichten können und Verluste machen.

Orientieren sich Anleger hingegen an der relativen Kaufkraft zweier Währungen, können sie Änderungen schneller erkennen und entsprechend zeitiger reagieren.