Skalierung von Charts

[ 1 Nov 2009 ]

Trade NowWichtig für das Verständnis eines Charts ist nicht nur die Chartform selbst, sondern auch die darin enthaltene Skalierung. Damit ist gemeint, wie die einzelnen Schritte im zeitlichen Verlauf des Beobachtungszeitraums unterteilt sind.

Auch hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, welche teils besser und teils schlechter zu verstehen sind. Aus diesem Grund möchten wir hier etwas näher auf die verbreitetsten Skalierungsformen eingehen.

Lineare Skalierung

Die lineare Skalierung stellt die einfachste Form der Skalierung in einem Chart dar. Sie ist auch für Anfänger sehr gut zu verstehen und erfreut sich daher großer Beliebtheit. Grundsatz einer linearen Skalierung ist, dass jede Kursbewegung mit einem gleich langen Strich im Chart dargestellt wird.

Das Verhältnis bleibt also immer gleich. Legt man als Messgröße für eine Kursbewegung beispielsweise einen Zentimeter zu Grunde, wird eine Kursbewegung von 20 Pips folgerichtig in Form eines 20 Zentimeter langen Strichs in das Chart eingezeichnet.

An dieser Stelle ist es angebracht, noch kurz einen Fachbegriff aus dem Währungshandel zu erwähnen: den so genannten „Pip“. Im vorigen Absatz wurde immer wieder von Kursbewegungen gesprochen. Diese Kursbewegungen nennt man in der Forex Trading Fachsprache „Pips“. Ein Pip stellt dabei die kleinstmögliche Kursbewegung dar.

Logarithmische Skalierung

Im Gegensatz zur linearen Skalierung ist die logarithmische Skalierung auf den ersten Blick etwas schwerer zu verstehen. Fortgeschrittenen Anlegern und Profis bietet sie indes bessere Möglichkeiten zur schnellen Beurteilung einer Kursentwicklung in einem bestimmten Beobachtungszeitraum. Der logarithmischen Skalierung liegen folgende Regeln zu Grunde:

Zunächst wird im Chart ein Startpunkt festgelegt. Von diesem Punkt aus wird die weitere Kursentwicklung anschließend grafisch dargestellt. Der nun eingezeichnete Kursverlauf orientiert sich grundsätzlich immer an diesem Startpunkt.

Die einzelnen Kursbewegungen beziehungsweise Pips werden nun jedoch nicht mehr in gleich langen Strichen dargestellt, sondern bilden die prozentuale Entwicklung des entsprechenden Kurses ab. Dieser Umstand lässt sich am besten an einem Beispiel erklären:

Ein Kurs steigt zu Anfang des beobachteten Zeitraums sehr stark an. Anschließend steigt er in einem festen Verhältnis weiter, allerdings linear und nicht progressiv. Konkret heißt das, der Kurs gewinnt im Laufe des Beobachtungszeitraumes nicht immer weiter an Fahrt, sondern steigt ab einem gewissen Punkt in einem linearen Verhältnis weiter an.

Aus diesem Grund wird der Strich zu Anfang des Beobachtungszeitraums wesentlich länger sein, als ab dem Punkt, an dem der Kurs nur noch linear steigt. So kann der Beobachter auf den ersten Blick erkennen, dass der Kurs zu Anfang besonders stark zugelegt hat, später dann zwar auch noch gestiegen ist, allerdings nicht mehr progressiv.

Auf den ersten Blick sieht das recht kompliziert aus. Anfänger benötigen daher etwas Eingewöhnungszeit, bevor sie die logarithmische Skalierung wirklich verstehen und auf den ersten Blick lesen können.

Dennoch empfiehlt es sich, auch diese Skalierungsformen mit einzubeziehen. In Verbindung mit dem richtigen Chartmodell bietet sie vielfältige Möglichkeiten, eine Kursentwicklung sehr schnell und genau zu beurteilen.

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