Wichtige Währungen

[ 20 Okt 2009 ]

Englisch ist die Weltsprache Nr. 1. Gesprochen wird diese Sprache als Amtssprache in vielen Dutzenden von Ländern. Die in Großbritannien verwendete Währung, das Englische Pfund (offiziell Pfund Sterling) aber nicht die weltweite Leitwährung. In dieser Hinsicht rangiert das Pfund Sterling lediglich auf Platz 3, vor dem japanischen Yen auf Platz 4. Noch immer Leitwährung ist der US-Dollar, dicht gefolgt vom Euro.

Der US-Dollar ist die Währung der Vereinigten Staaten, gilt aber auch auf den Britischen Jungferninseln, sowie auch in Ecuador und in Mikronesien und auf Palau und in Osttimor. Und auch in vielen anderen Ländern ist der US-Dollar sehr präsent, und zwar als inoffizielle Zweit- bzw. Nebenwährung. So kann man mit dem US-Dollar in vielen Staaten in Hotels und Geschäften bezahlen. Ein US-Dollar wird in 100 Cent unterteilt. Auf den Banknoten sind Persönlichkeiten aus der amerikanischen Geschichte abgebildet.

Trotz der starken Verluste, die der US-Dollar seit ca. 2005 hinnehmen musste, ist diese Währung noch immer die weltweit gebräuchlichste Währung, wenn es um Transaktionen im Finanzbereich geht oder aber als Reservemedium. Des Weiteren werden auch viele Rohstoffe am Weltmarkt in der US-Währung gehandelt, insbesondere Erdöl, wobei man hier auch vom so genannten Pedrodollar spricht. Seine Rolle als Leitwährung hat der US-Dollar spätestens seit dem Ende des 2. Weltkrieges etablieren können.

Bis dahin jedoch war das Britische Pfund die leitende Währung an den Finanzmärkten dieser Welt. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass das Vereinigte Königreich einst die größte Kolonialmacht war. Mit Pfund Sterling bezahlt wird dabei auch auf den von Großbritannien abhängigen Gebieten, wie den Kanalinseln, der Insel Man, sowie in den britischen Überseegebieten Falklandinseln, St. Helena und Gibraltar. Diese geben ihre eigenen Banknoten heraus, wobei sich deren Gültigkeit auf die Ausgabegebiete beschränkt.

Zum Euro schwankt das Britische Pfund frei, da Großbritannien der Europäischen Währungsunion nicht angehört. Experten würden dies eh sehr skeptisch sehen, denn angenommen würde Großbritannien der europäischen Gemeinschaftswährung (Euro) beitrete, so würde dies deren Position als Leitwährung deutlich schwächen. Über die Einführung des Euros und damit die Ablösung des Britischen Pfunds ist aber eine Volkabstimmung geplant. Außer Großbritannien haben aber noch andere EU-Mitgliedsstaaten den Euro bisher noch nicht eingeführt. So zum Beispiel auch Dänemark und Schweden.

Im Gegensatz zum Britischen Pfund, ist die Bedeutung der europäischen Gemeinschaftswährung, dem Euro, in den letzten Jahren stark gestiegen. Während sich dabei der Anteil der weltweiten US-Dollars Währungsreserven verringerte, ist der des Euro deutlich gestiegen. Bereits schon seit einiger Zeit wird allgemein von einem Rückgang der Bedeutung des US-Dollars als Weltreservewährung ausgegangen und dem Euro die führende Rolle hier zugeschrieben. Der Euro ist die offizielle Währung von insgesamt inzwischen 21 Staaten, von denen 15 der EU angehören.

Eingeführt zunächst als Buchgeld wurde der Euro am 01. Januar 1999. Der Grundgedanke einer gemeinsamen Währung für Europa hat seinen Ursprung in den Anfängen der Europäischen Union. Eine wesentliche Rolle spielt aber auch die Globalisierung der Wirtschaft. Eine wesentliche Rolle die Idee einer Europäischen Währungsunion zu konkretisieren hatten schließlich aber auch die Folgen des Zusammenbruchs des Wechselkurssystems von Bretton Woods, welches zu stark schwankenden Wechselkursen führte. Die Bezeichnung „Euro“ wurde im Übrigen am 16. Dezember 1995 durch den Europäischen Rat, der gerade in Madrid tagte, geprägt.

Eingeführt wurde der Euro in vielen Ländern der EU und auch in Nicht-EU-Ländern, wie Andorra und dem Kosovo im Jahr 2002. Unter anderem auch in der römischen Enklave Vatikanstadt und dem kleinen Fürstentum Monaco, sowie in San Marino. Ab diesem Zeitpunkt war Reisen in Europa viel einfacher. Touristen mussten nicht mehr vor ihrer Reise auf eine Bank gehen und – wenn sie eine Ländertour vorhatten – die Deutsche Mark in verschiedene europäische Währungen tauschen lassen.

Wie auch mit dem US-Dollar nimmt man den Euro auch außerhalb der Eurozone gerne an. Einige Länder haben dabei zum Euro eine weitestgehend feste Wechselkursbindung. Zum einen existieren dabei bilaterale Wechselkursbindungen, und zwar über den Wechselkursmechanismus II zu einer Reihe von EU-Ländern, die den Euro (noch) nicht eingeführt haben, sowie historische Wechselkursbindungen, wie zwischen de früheren französischen Kolonien. Des Weiteren sind mehrere Länder unilateral an den Euro gekoppelt.

Als es den Euro noch nicht gab, hatte er als Währung eine größere Bedeutung, als das Britische Pfund – der Yen, seit 1871 als Währung Japans bekannt. Er löste das bis zu diesem Zeitpunkt in Japan gültige komplizierte Währungssystem der Edo-Zeit (1603-1868) ab. Neben dem US-Dollar und dem Euro haben viele Länder den Yen in ihrer „Box“ mit den Geldreserven, die der Währungsstabilität dienen. Ein Yen unterteilt sich in 100 Sen und 1000 Rin. Gedeckt ist der Wert des Yen durch Goldreserven. Nach dem 2. Weltkrieg bekam man für einen US-Dollar 360 Yen. Bis 1973, bis zum Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems war der Yen nämlich an den US-Dollar gekoppelt. Seither wird der Wert des Yen vom freien Währungsmarkt bestimmt.

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