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Hat Chinas Währungstanz endlich ein Ende?

[ 10 Mrz 2010 ]

In den letzten Tagen wurde viel darüber spekuliert, ob die Volksrepublik ihre neue Macht auf den Finanzmärkten ausnutzen und dem US Dollar ins Knie schießen würde. Unklare Aussagen, die mehrere Deutungen zuließen, verwirrten Anleger wie Experten.

Heute aber machte der Vize-Direktor der Chinesischen Zentralbank -  und seines Zeichens zugleich Chef der Devisenbehörde Safe – deutlich: Wir werden auch weiter unser Geld in US-Staatsanleihen investieren.

Die Gerüchte, China wolle noch mehr Goldreserven aufhäufen als die bisherigen 1.000 Tonnen, wies Yi Gang ins Reich der Fabeln zurück. Nach der Bekanntgabe des Internationalen Währungsfonds, man wolle zur Finanzierung von Notkrediten 191,3 Tonnen Gold verkaufen, war viel darüber spekuliert worden, ob China möglicherweise den ganzen Batzen Edelmetall auf einmal kaufen würde.

Die Volksrepublik stellt sich damit hinter die US-Währung und hält derzeit schon 755 Milliarden Dollar in US-Staatsanleihen. Dennoch war es seit dem Herbst des vergangenen Jahres zu einer Reduzierung des Staatsanleihen-Volumens gekommen, was viele Anleger und auch viele Experten völlig verunsichert hatte. Das heutige Statement von Yi Gang zeigte die Kehrtwende des Landes. Ob sie von vorneherein beabsichtigt war – oder erst im Laufe der Zeit kam? Diese Frage kann niemand außerhalb Chinas beantworten – und weder die Chinesische Zentralbank noch die Regierung werden Auskunft darüber erteilen wollen.

China ist zu einer wichtigen Wirtschaftsmacht aufgestiegen in den vergangenen Jahren. Der Export hat zugenommen, Deutschland wurde überhaupt in Sachen Ausfuhren. Die Wirtschaft der Volksrepublik hat sich selbst durch die Finanz- und Wirtschaftskrise nicht wirklich in ihrem Aufwärtstrend bremsen lassen. Allein im vierten Quartal 2009 gab es einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung, des BIP, um 10,7 Prozent. Auch für dieses Jahr wird ein Bruttoinlandsprodukt von 10,00 Prozent vorausgesagt, und das durch den Internationalen Währungsfonds, im Jahr 2011 soll das Wachstum immerhin noch 9,7 Prozent betragen laut der IWF-Prognose.

Es gilt also, China im Auge zu behalten, auch auf dem Devisenmarkt. Auch wenn viele den Renminbi Yuan, wie die chinesische Währung genannt wird, noch nicht auf dem Schirm haben, so wird eines Tages niemand mehr am CNY vorbeigehen können, der sich mit Forex beschäftigt und gar mit Devisen handeln möchte.


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