Schweizer Franken fallen im Wert – Dank der eigenen Notenbank
Die Schweizer Zentralbank hat einen neuen Chef. Philipp Hildebrand, erst seit Beginn dieses Jahres im Amt, hat, als eine seiner ersten Amtshandlungen, gleich den Höhenflug der eigenen Landeswährung gestoppt. Hildebrand sprach sich gegen eine Aufwertung der Schweizer Franken aus, die überzogen sein. Und bremste damit den Kurs der Währung seines Heimatlandes.
Durch den Kommentar Hildebrands, die SNB werde ”jegliche exzessive Aufwertung” des Schweizer Franken gegenüber dem Euro verhindern, zog sich der Kurs dann auch leicht zurück. Direkt nach dem Bekanntwerden der Aussage des neuen Schweizer Notenbankchefs fiel der Franken gegenüber dem Euro.
Dennoch ist die Schweizer Landeswährung damit immer noch viel zu teuer und zu hoch aufgewertet – laut der Meinung der Alpenrepublik selbst. Während es noch am 15. Dezember 2009 1,5123 Schweizer Franken für einen Euro gab, blieb der Preis gestern auf 1,4724 Schweizer Franken für einen Euro stehen.
Zwischenzeitlich verkaufte die Schweizer Zentralbank gar ihre eigenen Franken, um den Höhenflug der Landeswährung selbst zu bremsen. Die Grenze als 1,50 CHF für einen Euro sollte nicht übertroffen werden, um keine Deflation hervorzurufen.
Je teurer eine Währung ist, desto teurer werden auch die Exporte, für die andere Länder dann aus diesem Land bezahlen müssen. Das wollen die Schweizer verhindern, um die eigene Wirtschaft nicht zu belasten. Dennoch gäbe es laut Hildebrand kein Ziel beim Wechselkurs, dennoch wolle man die Entwicklung an den Devisenmärkten “sehr genau beobachten”. Es bleibt jetzt abzuwarten, und vor allem genau hinzusehen, wie die Schweizer Notenbank nun weiter handeln wird. Falls es zu weiteren CHF-Verkäufen kommen wird, könnte der Höhenflug möglicherweise doch erheblich abgebremst werden.
Währenddessen sank der US Dollar im Wert gegenüber fast allen anderen Währungen. Gestern lag der Euro zum ersten Mal seinen einem Monat wieder auf mehr als 1,45 US Dollar. Und wieder ist es der Arbeitsmarkt im eigenen Land, welcher der US-Währung Probleme bereitet. Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit wird sich auch immer wieder auch auf die Devisenmärkte aus. Die Konjunkturhilfen in Billionenhöhe haben es immer noch nicht geschafft, die Arbeitslosigkeit in gutem Maße abzubauen, weiterhin werden der Arbeitsmarkt und damit auch das Land und die Wirtschaft selbst von einer zweistelligen Zahl von Erwerbslosen belastet.

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