US Dollar und Ölpreis verlieren Koppelung
Die Währung der USA verliert immer mehr an Bedeutung für das Gold als Reservewährung und für den Wert des Öls. Während bereits seit einiger Zeit beobachtet werden konnte, dass sich der Goldpreis ungeachtet des Wertes des US Dollars weiterentwickelt, findet nun auch eine Abkoppelung des Ölpreises von der einstmals „härtesten“ Währung der Welt statt.
Der Grund ist ganz einfach: Der seit Monaten fast ständig fallende Kurs des US Dollar trieb den Ölpreis in zum Teil schwindelerregende Höhen. Damit dies nicht weiter der Fall ist angesichts vor allem eines immer mehr erstarkenden Euro, koppelt sich der Preis für Öl langsam ab von der US-amerikanischen Währung und berechnet sich mehr nach dem Contango. Dies ist der Abstand, der zwischen einer Öl-Lieferung zu einem bestimmten Termin und einer sofortigen Lieferung liegt. Der Rohölmarkt folgt mit der Abspaltung dem Goldpreis und macht sich damit unabhängiger von der US-Währung, die damit zugleich auch immer mehr an Bedeutung verliert.
“Der Dollar scheint seinen Einfluss auf den Ölpreis zu verlieren. Das bedeutet, dass nur größere Wechselkursbewegungen als bisher eine Rallye des Ölpreises auslösen dürften”, zitierte die „Financial Times Deutschland“ deshalb heute auch so treffend Tim Evans, den Analysten von Citi Futures Perspectives.
Im Gegensatz zum immer schwächer werdenden US Dollar gewinnt der Euro immer mehr an Wert. Auch heute setzte er sich wieder mit einem leichten Plus von der US-Währung ab. Aber auch im Vergleich mit anderen Währungen schwächelt der US Dollar immer wieder, auch zum Jahresende hin scheint es hier für das Land über den Großen Teich keine Erholung zu geben hinsichtlich des Greenback, wie der US Dollar auch genannt wird.
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