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USA warnen vor Währungskrieg

[ 19 Nov 2010 ]

Die USA sind dafür bekannt, dass sie am liebsten bei allem das wichtigste und auch das letzte Wort haben möchten. So auch bei den ganzen Währungsquerelen, die seit Monaten die ganze Welt beschäftigen. Die USA wollen anderen Ländern und Staaten diktieren, wie viel Wert deren Währungen haben dürfen. Und immer, wenn man denkt, jetzt haben sich die Herren und Damen der ehemals führenden Wirtschaftsmacht beruhigt, kommt ein neuer Schlag aus dieser Richtung. Die USA warnen mittlerweile vor Währungskrieg, bzw. deren Notenbank-Chef spricht deutlich von einem solchen.

Bei einer in Frankfurt derzeit stattfindenden Konferenz der EZB wurde Ben Bernanke denn auch deutlich. Er warf einigen Ländern vor, ihre Währung künstlich niedrig zu halten, um bessere Exportchancen zu haben. Das Spiel der USA geht also weiter, auch unter dem klaren Siegel “Währungskrieg”. Das Land, das einstmals so bekannt wurde als Land der unbegrenzten Möglichkeiten, erfährt immer mehr Begrenzungen in einer globalisierten Welt und merkt auf einmal, dass es nicht mehr an erster Stelle steht.

Andere Länder und Staaten machen sich mittlerweile dazu auf, mit den USA gleich zu ziehen als Wirtschaftsnationen, und das macht Bernanke Angst. Denn ein Land, das keine Macht mehr hat, wie will es noch das Sagen haben in einer Welt, in der die USA jahrzehntelang ein Diktat innehatte?

Hier werden Ängste geschürt und es wird von einem Krieg gesprochen in einer Zeit, in der die Menschen sowieso sensibilisiert sind hinsichtlich kriegerischer und terroristischer Bedrohungen. Die USA, ein angeblich ach so freies Land, begrenzt sich damit selbst – und isoliert sich von anderen Nationen, die jedoch wichtig sind für den Weiterbestand der Vereinigten Staaten. Denn was wäre, wenn die USA ihre Schulden nicht mehr zurückbezahlen können, die Gläubiger wie China und andere Staaten sich jedoch nicht auf einen Deal einlassen und die Schulden der USA zeitweilig stunden? Die USA wären am Ende.

Dass der US Dollar durch die Ansage von Ben Bernanke, dem Chef der US-Notenbank Federal Reserve, wieder verliert, zeigt sich heute bereits. Ein schwacher Euro mit eigenen Problemen in seiner Währungsunion gewinnt wieder leicht an Fahrt gegenüber einer noch schwächeren US-Währung. Die Anleger auf dem Devisenmarkt ziehen sich wieder aus dem US Dollar zurück und setzen auf andere Währungen – wohl auch aus Angst, die Währung der USA könne irgendwann noch weniger wert sein. Denn im Währungskrieg wird es, wenn er denn richtig beginnt, einen Verlierer geben, das ist schon voraussehbar: Die USA.

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